Telesforo Julve 1930 Klassische Gitarre
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Telesforo Julve 1930 Klassische Gitarre – Spanische Gitarrentradition aus Valencia mit fast 100 Jahren Geschichte
Manche Gitarren sind nicht nur Instrumente ihrer Zeit, sondern führen direkt hinein in die Geschichte einer ganzen Gitarrenbauregion. Die Telesforo Julve 1930 Klassische Gitarre gehört genau in diese Kategorie. Gebaut in Valencia zu einer Zeit, in der dort einige der bedeutendsten Werkstätten Spaniens aktiv waren, verbindet sie fast ein Jahrhundert Geschichte mit jenem gereiften, farbenreichen Klang, den man bei historischen Gitarren immer wieder sucht – aber längst nicht immer findet.
Telesforo Julve (1884–1945) nimmt in der Geschichte des valencianischen Gitarrenbaus eine besondere Stellung ein. Er war ein Neffe des Gitarrenbauers Andrés Marín und führte eine Werkstatt, in deren Umfeld später bekannte Namen wie Ricardo Sanchis Nacher und Vicente Tatay tätig waren. 1931 übernahm Julve zudem die Werkstatt von Salvador Ibáñez e Hijos. Damit befindet sich die Telesforo Julve 1930 Klassische Gitarre zeitlich unmittelbar an einem spannenden Wendepunkt dieser Geschichte.
Ein exaktes Baujahr lässt sich bei einem Instrument dieses Alters naturgemäß nicht mehr zweifelsfrei bestimmen. Anhand der verwendeten Art des Etiketts kann die Telesforo Julve 1930 Klassische Gitarre jedoch auf die Zeit um 1930 datiert werden.
Schon die Holzauswahl verleiht ihr einen ganz eigenen Charakter. Eine Fichtendecke trifft auf Boden und Zargen aus Walnuss – eine Kombination, die optisch wunderbar zur warmen Ausstrahlung des Instruments passt und auch klanglich eine interessante Alternative zu den häufig anzutreffenden Palisander-Gitarren darstellt.
Und gerade klanglich beginnt die Telesforo Julve 1930 Klassische Gitarre ihre eigentliche Geschichte zu erzählen.
Ihr vergleichsweise tiefer Korpus verleiht dem Instrument ein erstaunliches Fundament. Der Klang wirkt groß und beinahe majestätisch, bleibt dabei aber weich und ausgesprochen musikalisch. Die Gitarre besitzt Kraft, ohne aggressiv zu werden. Ihre Bässe haben Tiefe und Substanz, während die Höhen eine angenehme Süße und Wärme behalten.
Besonders faszinierend ist die Verbindung aus Klarheit und klanglicher Flexibilität. Einzelne Töne lassen sich sauber voneinander unterscheiden, wirken aber niemals steril. Je nachdem, wie und wo die Saite angeschlagen wird, verändert die Telesforo Julve 1930 Klassische Gitarre ihre Klangfarbe deutlich. Von warm und weich bis präsent und klar steht eine erstaunliche Palette an Timbres zur Verfügung.
Genau darin liegt für uns einer der großen Reize einer wirklich guten historischen Gitarre.
Nach fast einem Jahrhundert hat sich ein Klang entwickelt, den eine neue Gitarre nicht einfach imitieren kann. Die Telesforo Julve 1930 Klassische Gitarre besitzt diese trockene, gereifte und gleichzeitig süße Stimme, bei der man das Gefühl bekommt, dass jeder Ton bereits eine Geschichte mitbringt.
Mit einer Mensur von 658 mm und einer Sattelbreite von 52 mm besitzt die Gitarre klassische spanische Dimensionen. Sie vermittelt dadurch ein vertrautes Spielgefühl und bietet der linken wie der rechten Hand ausreichend Raum für ein differenziertes klassisches Spiel.
Dass eine beinahe 100 Jahre alte Gitarre heute wieder zuverlässig als Musikinstrument genutzt werden kann, ist allerdings keine Selbstverständlichkeit.
Die Telesforo Julve 1930 Klassische Gitarre wurde deshalb professionell vom Gitarrenbauer Matthias Hartig restauriert. Hartig verfügt über umfangreiche Erfahrung mit historischen Gitarren und hat das Instrument fachgerecht in einen stabilen und sehr gut spielbaren Zustand versetzt. Die Restaurierung ist damit nicht etwas, das bei dieser Gitarre versteckt werden soll – sie ist vielmehr der Grund dafür, dass dieses Stück spanischer Gitarrengeschichte heute wieder gespielt und erlebt werden kann.
Und genau dafür ist die Telesforo Julve 1930 Klassische Gitarre viel zu interessant, um lediglich betrachtet zu werden.
Sie führt zurück in das Valencia der Zeit um 1930, in eine Gitarrenbautradition, aus deren Werkstätten und persönlichen Verbindungen zahlreiche bedeutende spanische Gitarrenbauer hervorgingen. Gleichzeitig ist sie kein bloßes historisches Dokument. Ihr voller, warmer und ungewöhnlich farbenreicher Klang macht sie zu einem Instrument, das auch heute musikalisch etwas Eigenständiges zu sagen hat.
Fast 100 Jahre alt.
Professionell restauriert.
Fichte und wunderschönes Walnussholz.
Und eine große, süße Stimme mit jener besonderen Reife, die nur die Zeit hervorbringen kann.
Die Telesforo Julve 1930 Klassische Gitarre ist damit nicht nur ein faszinierendes Stück valencianischer Gitarrenbaugeschichte – sondern eine historische Gitarre, die ihre Geschichte am schönsten erzählt, wenn man sie spielt.
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