De La Haye 1995 Elektro-Akustik-Gitarre – eine Hollow-Body-E-Gitarre mit Sunburst-Lackierung und dekorativen Blumenintarsien entlang des Griffbretts.
De La Haye 1995 Elektro-Akustik Gitarre

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De La Haye 1995 Elektro-Akustik Gitarre – Chrysanthemum No. 001: Ein einzigartiges Meisterwerk von Andy Manson

Es gibt Gitarren, die für die Bühne gebaut werden. Andere entstehen für Sammler, die das Außergewöhnliche suchen. Und dann gibt es Instrumente, bei denen beide Welten auf faszinierende Weise miteinander verschmelzen. Die De La Haye 1995 Elektro-Akustik Gitarre gehört zweifellos zu dieser seltenen Kategorie. Sie ist weit mehr als ein Musikinstrument – sie ist das Ergebnis einer außergewöhnlichen Vision, kompromissloser Handwerkskunst und einer Leidenschaft für die kostbarsten Materialien, die der Gitarrenbau zu bieten hat.

Ihre Geschichte beginnt mit Steven De La Haye, einem britischen Liebhaber und Sammler exklusiver Vintage-Gitarren. Über Jahre hinweg beschäftigte er sich mit der Idee, eine Serie außergewöhnlicher Meisterinstrumente zu schaffen, bei denen weder der Aufwand noch die Materialkosten im Vordergrund stehen sollten. Sein Ziel war es, Gitarren zu verwirklichen, die klanglich, handwerklich und optisch eine ganz eigene Klasse bilden.

Für die Umsetzung dieser Vision gewann er einen der renommierten britischen Gitarrenbauer: Andy Manson. Bekannt für seine außergewöhnlichen Einzelanfertigungen und seinen unverwechselbaren Stil, war Manson der ideale Partner für ein Projekt, bei dem nahezu jedes Detail etwas Besonderes sein sollte.

Das erste Ergebnis dieser Zusammenarbeit war die Chrysanthemum No. 001 – und genau dieses Instrument dürfen wir heute bei Vintage Guitar World präsentieren.

Die De La Haye 1995 Elektro-Akustik Gitarre ist somit nicht einfach ein seltenes Modell aus einer exklusiven Serie. Sie ist die Nummer 001, das erste Meisterstück eines ambitionierten Projekts, das die Grenzen des traditionellen Gitarrenbaus bewusst hinter sich lassen wollte.

Schon ihre außergewöhnliche Formensprache macht deutlich, dass hier kein gewöhnliches Instrument entstanden ist. Die elegant geschwungenen Linien verbinden die Welt klassischer Archtop-Gitarren mit der Ästhetik einer halbakustischen E-Gitarre. Zeitgenössisch wurde die Chrysanthemum als faszinierende Mischung aus einer Gibson ES-335 und einer traditionellen Archtop beschrieben – eine treffende Charakterisierung für ein Instrument, das sich jeder einfachen Einordnung entzieht.

Doch ihre wahre Besonderheit offenbart sich beim Blick auf die verwendeten Materialien.

Für die aufwendig von Hand geschnitzte Decke wurde österreichisches Fichtenholz ausgewählt, das bereits über 25 Jahre luftgetrocknet war und ursprünglich für den Cellobau vorgesehen war. Dieses außergewöhnliche Tonholz bildet das klangliche Herzstück der De La Haye 1995 Elektro-Akustik Gitarre und unterstreicht den kompromisslosen Anspruch, der hinter ihrer Entstehung stand.

Boden und Zargen bestehen aus wunderschön geriegeltem Oregon-Ahorn, dessen eindrucksvolle Maserung dem Instrument eine unverwechselbare Eleganz verleiht. Auch der Hals wurde aus geflammtem Ahorn gefertigt, während für den Halsblock hochwertiges Honduras-Mahagoni zum Einsatz kam.

Besonders bemerkenswert ist die Auswahl der Hölzer für Griffbrett und Steg. Hier verwendete Andy Manson brasilianisches Palisanderholz, das laut den originalen Unterlagen bereits mehr als 95 Jahre luftgetrocknet war. Auch bei den Bindings wurde dieser außergewöhnliche Werkstoff mit geflammtem Ahorn kombiniert – eine Verbindung, die den exklusiven Charakter des Instruments bis in die kleinsten Details fortsetzt.

Die Kopfplattenverzierungen und das Saitenhalterelement bestehen aus afrikanischem Blackwood-Maserholz, das nach Angaben des Herstellers über 30 Jahre gelagert wurde. Selbst für die Bedienelemente und dekorativen Details wurden außergewöhnliche Materialien ausgewählt: Snakewood, Ebenholz und fossiles Elfenbein verleihen der Gitarre eine Individualität, wie man sie selbst bei exklusiven Einzelanfertigungen nur selten findet.

Die originalen Unterlagen nennen sogar rund 10.000 Jahre altes fossiles Mammut-Elfenbein für Mechanikknöpfe, Sattel und Stegeinlage. Für den Pickup-Schalter wurde fossiles Walross-Elfenbein verwendet, während die Reglerknöpfe aus Snakewood und Ahorn gefertigt wurden. Diese ungewöhnliche Materialauswahl zeigt, mit welcher Konsequenz Steven De La Haye und Andy Manson ihre Vorstellung einer kompromisslosen Meistergitarre verwirklichten.

Auch die Elektronik wurde mit besonderer Sorgfalt ausgewählt. Die De La Haye 1995 Elektro-Akustik Gitarre verfügt über handgewickelte Seymour Duncan Antiquity Pickups, die hervorragend zum traditionellen Charakter dieses außergewöhnlichen Instruments passen. Sie ermöglichen einen warmen, charaktervollen elektrischen Klang und eröffnen der Gitarre eine musikalische Vielseitigkeit, die weit über ihre beeindruckende äußere Erscheinung hinausgeht.

Und genau darin liegt ein wesentlicher Teil ihrer Faszination.

Die Chrysanthemum wurde nicht ausschließlich als luxuriöses Sammlerstück konzipiert. Sie sollte ein vollwertiges, ausdrucksstarkes Musikinstrument sein, bei dem Klang, Ansprache, Spielgefühl und Ästhetik gleichermaßen überzeugen. Die aufwendig geschnitzte Konstruktion und die halbakustische Bauweise schaffen die Grundlage für einen eigenständigen Charakter zwischen traditioneller Archtop und elektrischer Semi-Acoustic.

Selbst die kleinsten Details erzählen von diesem Anspruch. Die Einlegearbeiten wurden mit Abalone und antikem Perlmutt ausgeführt. Der Schlagbrettbereich und weitere Elemente sind mit Snakewood gestaltet, während die Mechaniken von Waverly stammen. Jede einzelne Komponente wurde offensichtlich mit dem Ziel ausgewählt, ein außergewöhnlich harmonisches Gesamtkunstwerk entstehen zu lassen.

Wie ernst dieses Projekt gemeint war, zeigt auch der ursprüngliche Verkaufspreis. Die De La Haye 1995 Elektro-Akustik Gitarre wurde seinerzeit für beeindruckende 15.000 britische Pfund angeboten – eine außergewöhnliche Summe, die bereits damals ihren exklusiven Anspruch verdeutlichte.

Noch faszinierender wird ihre Geschichte durch die originale Dokumentation. Zu dieser Gitarre sind historische Unterlagen erhalten, darunter ein Schreiben von Steven De La Haye mit einer ausführlichen Aufstellung der verwendeten Materialien sowie zeitgenössische Informationen über die Chrysanthemum No. 001. Damit lässt sich die außergewöhnliche Entstehungsgeschichte dieses Instruments unmittelbar nachvollziehen.

Die De La Haye 1995 Elektro-Akustik Gitarre wird zusammen mit ihrem hochwertigen originalen Carlton-Koffer mit vergoldeten Beschlägen sowie den zugehörigen Zertifikaten, Cites-Bescheinigung und Papieren angeboten. Gerade bei einem derart seltenen Einzelinstrument ist diese Dokumentation ein bedeutender Bestandteil seines Sammlerwertes.

Es ist diese Verbindung aus außergewöhnlicher Herkunft, höchster handwerklicher Qualität und konsequenter Materialauswahl, die die Chrysanthemum No. 001 so besonders macht.

Eine von Andy Manson gebaute Gitarre, entstanden aus der Vision eines leidenschaftlichen Sammlers. Ein Instrument mit handgeschnitzter Fichtendecke, spektakulärem Riegelahorn, jahrzehntelang gelagertem brasilianischem Palisander, exklusiven Intarsien und handgewickelten Pickups. Und vor allem die erste Gitarre einer außergewöhnlichen Meisterstück-Serie.

Wer die De La Haye 1995 Elektro-Akustik Gitarre betrachtet, entdeckt immer wieder neue Details. Wer sich mit ihrer Geschichte beschäftigt, erkennt den enormen Aufwand, der hinter ihrer Entstehung steht.

Solche Instrumente begegnen einem nicht jeden Tag. Sie entstehen nicht aus wirtschaftlicher Vernunft oder dem Wunsch nach einer möglichst großen Serienproduktion, sondern aus der Begeisterung für das Außergewöhnliche.

Die De La Haye 1995 Elektro-Akustik Gitarre Chrysanthemum No. 001 ist ein faszinierendes Stück britischer Gitarrenbaugeschichte – ein exklusives Sammlerinstrument, ein beeindruckendes Beispiel der Handwerkskunst von Andy Manson und eine außergewöhnliche Gelegenheit für Liebhaber seltener Gitarren.

Ein Meisterwerk, bei dem jedes Detail eine Geschichte erzählt. Und eine Gitarre, die in dieser Form wohl kaum ein zweites Mal zu finden sein wird.

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