Larson Brothers “Maurer” ~1930

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Beschreibung

Seltene Gitarre der Larson Brothers aus der Zeit um 1930 – hergestellt unter dem Label Maurer.

Wenn man an gute amerikanische Stahlsaitengitarren aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg denkt, fallen einem sofort Namen wie Gibson und Martin ein. Sie stellten jeweils Tausende von Instrumenten pro Jahr her. Im Gegensatz zu heute gab es nur sehr wenige private Gitarrenbauer, deren Arbeit mit der Qualität der großen Firmen mithalten konnte. Einige bekannte private Erbauer außergewöhnlicher Instrumente aus dieser Zeit waren D’Angelico und Stromberg, und ein weiterer bekannter Name waren die Gebrüder Larson aus Chicago.

Carl und August Larson waren schwedische Einwanderer, die kurz vor der Jahrhundertwende für die Firma Robert Maurer arbeiteten. Maurer war ein Musiklehrer in Chicago, der die Maurer Instrument Company gründete, aber es ist nicht bekannt, ob er tatsächlich selbst Instrumente baute. Im Jahr 1901 übernahm August Larson die Firma als Präsident, mit ihm und Carl als den beiden einzigen Angestellten. Sie behielten den Namen Maurer bei, bauten aber auch Instrumente unter den Namen WLS, Dyer, Euphonon, Stahl und Prairie State. Ihr Zwei-Mann-Betrieb produzierte eine beeindruckende Anzahl von Instrumenten, obwohl ihre Gesamtproduktion im Vergleich zu der der großen Firmen natürlich gering war, so dass heute nicht viele Instrumente der Gebrüder Larson erhältlich sind. Die meisten von ihnen tauchen in der Gegend von Chicago auf.

Larson-Gitarren gehörten zu den ersten, die tatsächlich für Stahlsaiten entwickelt wurden. Die Larsons waren recht innovativ in Design und Konstruktion, vor allem bei der Verstrebung und Verstärkung ihrer Gitarren. Die größeren Deckenverstrebungen waren oft zur Verstärkung laminiert, und einige hatten Stahlverstärkungsrohre vom Hals bis zum Endblock sowie einen „Spannstab“, der vom Endblock durch den Halsblock und nach außen lief, um sich über den Halsfuß zu wickeln!

Dieses besondere Instrument der Larson-Brüder wurde um 1930 hergestellt und zeigt die Arbeit eines guten Handwerkers. Dieses Modell ist für die damalige Zeit recht groß, aber nicht für Larson. Ihre Stahlsaitengitarren gab es in einer Vielzahl von Größen. Die Decke ist aus Fichte, Boden und Zargen sind aus feinem Palisander. Der Hals ist ein zweiteiliges Mahagoni-Laminat mit Palisander/Fichte/Palisander als Zwischenlage für die Stabilität.
Die Gitarre hat ein dickes Ebenholzgriffbrett und einen Ebenholzsteg mit flachem Pyramidenende, mit Knochensattel und -steg.
Typisch für Larson-Konstruktionen ist die Decke mit X-Verstrebungen versehen, wobei das „X“ und eine der oberen Verstrebungen aus einem dreilagigen Laminat aus Fichte/Palisander/Fichte besteht. Eine zweite Oberseitenverstrebung, die Schalllochverstärkungsstreben und die Klangstäbe sind aus massiver Fichte und alle sind an den Enden verjüngt geschnitzt. Die kleine Bridgeplate ist aus Ahorn, und es gibt sechs Bodenverstrebungen. Das Gesamtergebnis ist eine sehr solide Gitarre, die dennoch nicht zu schwer ist.

Die Verzierungen sind typisch für Larson-Instrumente. Die Kopfplatte ist massiv (was auf ein späteres Modell hindeutet) mit einer Blumenmuster-Einlage aus Perlmutt und Abalone. Auf dem Griffbrett ist eine Kombination aus Punktintarsien und eingravierten Fancy-Inlays sehr charakteristisch für Larson-Gitarren. Die Mechaniken mit offenem Rückteil sind vernickelt und haben Knochen-Knöpfe.

Die schwerere, laminierte Beleistung erzeugt einen Klang, der sich deutlich von anderen Vorkriegs-Flat Tops unterscheidet – ein bluesiger, twangiger Ton mit viel Sustain.
Wir haben uns sofort in sie verliebt, denn der Klang ist elegant und vermittelt sofort ein Gefühl von Tiefe. Der Reichtum der Klangfarben dieser Gitarre ist enorm und sie besticht durch einen komplexen Ton.

Sie ist für ihr Alter in einem guten Zustand. Wir konnten einige alte Reparaturen finden. Alles gut gemacht und stabil. Unser Gitarrenbauer hat die Gitarre geprüft und sie ist sofort einsatzbereit.

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